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Wenn es in der Beziehung kriselt, handeln Männer oft zu spät

Berlin, 21. Februar 2022. Es ist eine einfache Frage, die doch so viele bewegt: Was tun, wenn es in der Beziehung kriselt? Wann kann und sollte die Beziehung beendet werden? Dr. Stefan Junker, renommierter Psychologe und erfahrener Psychotherapeut, kennt sich mit der Bewältigung von schwierigen Lebenssituationen und Beziehungsproblemen aus. Als Experte weiß er, warum Frauen und Männer mit Spannungen in der Partnerschaft so unterschiedlich umgehen und welche Lösungen hilfreich sein können.

Gerade in den letzten zwei Jahren waren zwischenmenschliche Beziehungen einem enormen Stresslevel ausgesetzt und stellten viele stark auf die Probe. Während die einen überprüft haben, was ihnen wirklich wichtig ist und sich darauf fokussierten, gerieten andere in einen Kreislauf von Vorwürfen, Streit und Rückzug. Auch wenn Geschlechtsstereotype schnell zur Hand sind, ist es dennoch durch viele Psycholog:innen und Therapeut:innen belegt, dass Frauen und Männer Beziehungsprobleme wie auch schwierige Lebenssituationen sehr unterschiedlich angehen und bereits da Konfliktpotential liegt: „Männer fokussieren tendenziell die Sachebene, Frauen hingegen die Gefühls- und Beziehungsebene. Die Gefahr, aneinander vorbeizureden, sich missverstanden oder nicht gesehen zu fühlen ist groß“, so Dr. Stefan Junker.

Frauen suchen den Austausch; Männer ziehen sich zurück

Natürlich reagieren nicht alle Frauen und nicht alle Männer immer gleich. Dennoch stellt der Experte Junker immer wieder fest, dass Frauen stärker dazu tendieren, Probleme mit Dritten zu besprechen. Seien es Familienmitglieder, Freund:innen oder aber die therapeutische bzw. beraterische Unterstützung – Frauen wählen den Weg des aktiven Austausches. 

Männer gehen da anders vor. Statt gezielt Schwierigkeiten oder Probleme kommunikativ zu lösen, regeln sie vor allem Beziehungsprobleme erst einmal mit sich selbst und setzen sich allein damit auseinander. Ein gezielter Austausch mit Dritten ist eher die Seltenheit. Ursächlich dafür sei laut Junker vor allem ein Männlichkeitsbild, das noch immer sehr stark von einer sachlichen Herangehensweise an Situationen und Probleme geprägt ist.  

„Es gibt Menschen, dabei sind es vorrangig Männer, die suchen eher nach konkreten, passgenauen Tipps, Anregungen und Hinweisen, was sie ganz praktisch tun können, um eine Situation zu bereinigen oder zu überwinden bzw. ein Problem zu lösen“, so Junker.

Erschwert wird die Situation dadurch, dass viele Männer das Bild des „starken Geschlechts“ im Hinterkopf haben und sich schwer tun gegenüber Außenstehenden über persönliche Probleme zu sprechen. „Sie versuchen allein mit den Problemen zurechtzukommen und diese auch allein zu lösen. Das Gefühl von Scham und Versagen schwingt bei vielen Männern in diesen Situationen mit und blockiert sie.  Den Weg zu einer persönlichen paartherapeutischen Beratung suchen Männer häufig erst dann, wenn es zu spät ist und die Beziehung kaum noch zu retten ist.“ 

Dabei gibt es viele Lebensstationen, in denen Beziehungen auf die Probe gestellt werden. „Typische Bruchstellen für Beziehungen sind Situationen, in denen das bisherige Beziehungsmodell, die Rollen in der Beziehung und damit der bisherige Beziehungsvertrag hinterfragt und eventuell neu ausgehandelt werden müssen.“

couch:now kann helfen

Mit der neu gestarteten E-Mental-Health-Plattform couch:now (couchnow.com/paarthemen) hat Junker zusammen mit dem Digitalexperten Andreas Leonhard eine Anlaufstelle für all diejenigen geschaffen, die sich mit ihren Beziehungsproblemen auseinandersetzen möchten. Wer schnelle, kompetente und passgenaue Hilfe benötigt, erhält diese auf couch:now einfach und unkompliziert. Der Vorteil: Keine Wartezeiten bis Termine verfügbar sind, keine aufwendigen Anfahrtswege und ein Programm, das Menschen Tipps und hilfreiche Ansätze bei der Bewältigung von schwierigen Situationen und Problemen in der Partnerschaft liefern kann.

Die Teilnehmer:innen können die über 70 Video-Episoden namhafter Therapeut:innen, Psycholog:innen, Pädagog:innen und Wissenschaftler:innen allein oder aber zusammen als Paar durchlaufen. Dabei werden sie mittels eines selbstlernenden Algorithmus durch das Programm geführt, der den Fortschritt analysiert und den Ablauf des Programms basierend auf den Rückmeldungen der Teilnehmenden individuell anpasst. Ein weiterer Pluspunkt: Der Content kann jederzeit und von jedem Ort aus gestartet werden. 

Weitere Programme zu anderen Themen wie beispielsweise “Einsamkeit” und “Burnout” werden bereits produziert und erscheinen in den kommenden Monaten. Bedarf ist da, denn altersunabhängig können Menschen in ganz verschiedene Lebenssituationen geraten, die für sie eine Krise darstellen. Berufswechsel, Umzug, Veränderungen im Freundeskreis oder gesundheitliche Einschränkungen. Es gibt zahlreiche potenzielle Quellen für eine Krise.


Aktuelles Programm: Soforthilfe bei Paarthemen
Kosten: einmalig 159 Euro / zeitlich unbegrenzter Zugang

Über couch:now 
couch:now ist eine im Dezember 2021 gestartete, E-Mental-Health-Plattform mit einem Psycholog:innen- und KI-gestützten Angebot. Gegründet von Denis Lademann, Andreas Leonhard und Dr. Stefan Junker, promovierter Diplom-Psychologe und psychologischer Psychotherapeut, Fachbuch-Autor sowie Lehrtherapeut am HSI Heidelberg, bietet couch:now online Zugang zum Know-how anerkannter und ausgewählter Psycholog:innen und Therapeut:innen, die bei der Bewältigung von schwierigen und als Belastung empfundenen Lebenssituationen unterstützen können.

couch:now gehört zur E-Health Evolutions GmbH. 
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite www.couchnow.com

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